Jahrbuch 2017 Intelligentes Wohnen



Ein Smart Home ist mehr als bloss ein Gebäude, bei dem Heizung, Licht, Storen und elektrische Geräte gesteuert werden können. Die digitale Vernetzung erlaubt es auch, unsere Bedürfnisse und Gewohnheiten zu unterstützen, uns unseren Alltag einfacher zu gestalten und dank Datenauswertung auch Optimierungen im ökologischen und ökonomischen Bereich zu erzielen. Die Digitalisierung darf jedoch nie überfordern. Sie muss intuitiv und selbstverständlich handhabbar sein. Die zweite Ausgabe unseres Jahrbuchs «Intelligentes Wohnen» soll Ihnen dabei die Angst vor Neuem nehmen, indem wir in vielzähligen Reportagen darüber berichten, wie Bewohner mit ihrem intelligenten Zuhause umgehen, welchen Nutzen sie daraus ziehen und wie sich die Technik möglichst selbstverständlich in die Gebäude integrieren lässt. Wir zeigen Ihnen auch einen Überblick der Systeme und Produkte auf dem Markt – und dies in den Bereichen Vernetzung, Energie, Wohnen, Sicherheit und Mobilität.
Während wir diese Zeilen schreiben, streiten sich unsere Söhne und Göttibuben um das Familien-iPad und diskutieren mit Nachbarskindern über neue digitale Spiele, Levels, im Spiel gesammelte Punkte und so weiter. Für sie wird dereinst eine intelligente Gebäudeautomation ganz selbstverständlich sein. Uns ist es aber wichtig, Ihnen mitzugeben, dass intelligent Wohnen nicht nur mit Steuerung zu tun hat, sondern mit dem Gebäude als ganzheitlichem Gebilde. Dabei spielen ökologische Materialien, nachhaltige Grundrissstrukturen und ein optimierter Ressourcenverbrauch eine wesentliche Rolle. Die Gebäudeautomation kann uns dabei helfen, Letzteres zu optimieren, zum Beispiel Energie zu sparen. Eine intelligente Gebäudetechnik in einem sonst dummen Gebäude ist aber nur halb so viel wert. Ein Projekt, das alle Anforderungen an ein Gebäude der Zukunft exemplarisch vereint, zeigen wir in unserer Titelgeschichte (Report ab Seite 14). Das Konzepthaus, das der Designer Alfredo Häberli für Baufritz entwickelt hat, ist auf verschiedenen Ebenen intelligent. Für uns ein Beispiel, wie sich Gebäudeautomation ganz selbstverständlich integrieren lässt, ohne dabei den Hauptpart zu spielen. Gute, inspirierende Lektüre wünschen Ihnen

Anita Simeon Lutz, Chefredaktorin Das Ideale Heim
Britta Limper, Chefredaktorin Umbauen + Renovieren