Guarujá, Brasilien DSCHUNGELHAUS AM MEER

Weil die auftraggebende Familie das Meer genauso sehr liebt wie den Dschungel, musste der Architekt Thiago Bernardes einen Weg finden, beide in seinen Hausentwurf zu integrieren. Die eigentliche Herausforderung war es aber, das schnell skizzierte Haus auf Stelzen im geschützten Regenwald umzusetzen, wo es galt, minimalinvasiv zu bauen. Bauherren wie Architekt taten dies nicht nur aus Zwang, sondern auch aus Überzeugung. Die den Entwurf bestimmende Natur wurde für die Statik auch als Vorbild gewählt. Stelzen haben in der modernen brasilianischen Architektur eine grosse Tradition, und ihr Einsatz war logisch, um das Haus in die Blätterdachebene des Dschungels zu heben. Von dieser überblickt man auch das Meer sowie die vier vom Haus zugänglichen Privatstrände. Um mit so wenig Säulen wie möglich auszukommen, gehen von jeder – gleich den massiven Ästen eines Baumes vom Stamm – Stahlarme ab. Auf der auf diesen angebrachten Ebene wurde das zweigeschossige Traumbaumhaus für alle Generationen gebaut. Mit architektonischen Kniffen erreichte Bernardes, dass in den Innen- wie Aussenbereichen stets ein angenehmes Klima herstellbar ist, egal, was Wetter und Wind gerade machen. Die wichtigsten Verbündeten dabei sind die Bäume. Sie schützen vor der oft gleissenden Sonne, ohne dass sie diese komplett abschirmen. Mit den kleidsamen Holzpaneelen können die wegen des gewünschten freien Blicks mit raumhohen Glasschiebefronten versehenen Räume auch bei offenen Fenstern geschlossen werden. Die Luft kann so zirkulieren und gleichzeitig bleiben die Räume ­dadurch dunkel und angenehm kühl.

Den vollständigen Artikel finden Sie in der Ausgabe 04/2014 der Zeitschrift DAS IDEALE HEIM.